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Kleidung

(c) Hiero/pixelio.de

Kaum ein Monat vergeht ohne Negativschlagzeilen aus den Textilfabriken:  Trauriger Höhepunkt war im April 2013 der Fabrikeinsturz in Bangladesch bei dem mehr als 1.100 Textilarbeiter/innen starben.


Allen schlechten Nachrichten aus den weltweiten Produktionsstätten zum Trotz lassen neue Trends und ständig wechselnde Kollektionen den Konsum von Kleidung seit Jahren kontinuierlich steigen. In Deutschland verbraucht jeder Einzelne ca. 26 kg Kleidung pro Jahr [Lust auf Mode, Herausgeber: DEAB Baden-Württemberg].  Und es wird geschätzt, dass zwischen 600.000 und 1 Mio. Tonnen Kleidung jedes Jahr in Deutschland weggeworfen werden [wearfair, Update 2011 Daten und Fakten zu sozialer und ökologischer Bekleidung]


Erschreckend, denn die Probleme in der Bekleidungsindustrie liegen bei weitem nicht nur in den Fabriken:  Bevor wir ein Bekleidungsstück tragen, durchläuft es viele Stationen und reist dabei rund um den Globus. So hat beispielsweise ein T-Shirt  bis wir es kaufen bereits eine Strecke von ca. 18.000 km hinter sich [Brodde, Kirsten (2009), Saubere Sachen – wie man grüne Mode findet und sich vor Öko-Etikettenschwindel schützt]. Umweltbelastungen entstehen aber nicht nur beim Transport, sondern auch beim konventionellen Anbau von Baumwolle, der Faser Nummer 1 für unsere Kleidung. Die WHO schätzt, dass jährlich ca. 20.000 Menschen weltweit an den Folgen des massiven Pestizideinsatzes im Baumwollanbau sterben.


Die Folgen spüren auch wir auf der eigenen Haut: Zahlreiche Untersuchungen über Schadstoffrückstände belegen, dass sich auch in unserer Kleidung noch Giftstoffe befinden. Deshalb steigt die Nachfrage nach umweltverträglich und fair hergestellter Mode. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Siegeln, die jedoch nicht immer halten, was sie versprechen. Deshalb ist genaues Hinsehen gefragt.


Denn es gibt sie bereits: nachhaltig produzierte, modische Kleidung zu einem angemessenen Preis. Das größte Angebot gibt es in Online Shops. Es muss aber nicht immer Öko-Mode sein – alles was langlebig und nicht in der kommenden Saison schon wieder out ist, ist per se umweltfreundlicher. Auch wer in Secondhand-Kaufhäusern einkauft oder Tauschbörsen nutzt, trägt dazu bei, den Verbrauch von Rohstoffen zu verlangsamen und die Umwelt zu entlasten.

Finden Sie hier: Adressen zu nachhaltiger Kleidung in der Rhein-Neckar-Region


Lesen sie hier weiter: Wie wird unsere Kleidung hergestellt?

 

Letzte Änderung: 27.11.2014

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