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Vermiedener Konsum ist der nachhaltigste Konsum!

Die beste Methode, die Folgen des heutigen Konsums in den Griff zu bekommen, ist zugegebener Maßen etwas radikal. Aber es ist die beste Möglichkeit, schnell, effektiv und tatsächlich nachhaltig etwas zu bewirken. Konsum vermeiden bzw. Konsumverzicht heißen die Schlagworte. Das klingt im ersten Moment hart und vielleicht auch abschreckend. Konsumverzicht bedeutet aber nicht unbedingt, auf Lebensqualität und Genuss verzichten zu müssen. Ganz im Gegenteil, Konsumverzicht kann sogar Lebensqualität schaffen. Er ermöglicht die Rückbesinnung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Er kann eine Befreiung und Erleichterung darstellen. Konsumverzicht gibt zudem ein gutes Gefühl und Gewissen.

Wir wollen an dieser Stelle aber auch nicht leugnen, dass es nicht sogar geboten sein kann, das wir alle ein Stück weit auf Lebensqualität verzichten müssen, wenn wir etwas gegen die drohenden Umweltprobleme unseres Planeten unternehmen wollen. So ist es z.B. fraglich, ob wir uns wirklich die vermeintliche „Lebensqualität“ des/der Einzelnen leisten können, zum Bäcker um die Ecke mit dem Auto zu fahren. Ganz ohne „Schmerzen“ geht eine Abwendung des Klimawandels und der sozialen Spannungen auf der Welt letztlich vermutlich nicht.

Die Frage ist aber, ob Verzicht und vor allem Maß halten wirklich so schmerzlich für den/die Einzelne/n ist, oder ob der Gewinn an Selbstbestimmtheit und Einfachheit sowie die Reduktion von Abhängigkeiten und Komplexitäten des Konsums diese „Schmerzen“ des Verzichts nicht aufwiegen. Konsumverzicht bedeutet, sich bewusst zu fragen und genau zu überlegen, ob dieser oder jener Konsum wirklich stattfinden muss. Wird das Konsumobjekt wirklich benötigt, wird es benutzt? Bin ich mir über die Folgen im Klaren, die mein Konsum haben wird? Wird dieser Konsum wirklich eine Bereicherung oder sogar eher eine Belastung für mich darstellen? Wer sich diese Fragen stellt und zu dem Entschluss kommt, dass er auf den jeweiligen Konsum verzichten kann, der hat etwas erreicht. Der nachhaltigste Konsum ist immer der, der nicht stattgefunden hat.

 

Lesen Sie außerdem in diesem Beitrag:

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Letzte Änderung: 17.01.2015

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