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Mobilität

Mobilität ist für uns Menschen von großer Bedeutung. Wir müssen irgendwie zum Arbeitsplatz kommen, zum Supermarkt, zu Freunden, in den Urlaub, zum Arzt, in die Uni, die Schule, die SAP Arena oder einfach an die Neckarwiese. Selbst wenn wir uns selber nicht bewegen, ist die Welt um uns in Bewegung. Nicht selten sogar wegen oder für uns. Waren, die wir später kaufen oder bereits online gekauft haben, werden per Schiff, Laster, oder Flugzeug zu uns oder in die Geschäfte oder Fabriken zur Weiterverarbeitung transportiert. Arbeiter*innen mussten zu ihrer Herstellung zur Arbeit gelangen. Politiker*innen fliegen für uns nach Brüssel oder zum Weltklimagipfel, um Entscheidungen zu treffen, die unser Leben beeinflussen. Filmcrews reisen zum Set, wo sie den Film drehen, den wir später im Kino bewundern. Mobilität pulsiert permanent um uns herum, wegen uns, für uns. Es gibt unsere eigene direkte Mobilität, wenn wir uns von A nach B bewegen. Und es gibt so etwas wie graue Mobilität, die wir erzeugen, ohne selber mobil zu sein. Beides erzeugt Verkehr, die Bewegung von Objekten im Raum.

Die Art wie wir mobil sind und Strecken zurücklegen und welchen Verkehr wir erzeugen, hat großen Einfluss darauf, wie stark wir damit in unsere Umwelt eingreifen und sie schädigen. Setzen wir uns in Autos mit Verbrennungsmotor, erzeugen diese direkt und indirekt eine Vielzahl umweltschädlicher Emissionen. Die Straßen, auf denen wir mit ihnen fahren, zerschneiden Lebensräume. Sie sind zudem versiegelter Boden, auf dem nichts mehr wächst, nichts mehr angebaut werden kann.

Für die Herstellung unserer Autos wurden Ressourcen unter großem Einsatz von Energie und Erzeugung von Emissionen und weiterer Mobilität eingesetzt. Bei ihrer Entsorgung können manche der eingesetzten Ressourcen zurückgewonnen werden, andere aber landen ungenutzt auf dem Schrottplatz oder der Müllkippe. Die inzwischen über 40 Millionen privaten Autos in Deutschland brauchen zudem enormen Platz. Unsere Städte sind weitestgehend zugeparkt mit ihnen. Im Schnitt stehen sie ohnehin 23 Stunden am Tag nur rum. Auf Flächen, auf denen früher Kinder spielen konnten, Bäume standen oder Bürger*innen flanieren konnten. Auch wenn sie eigentlich in Bewegung sein und unsere Mobilität fördern sollten, stehen sie oft: im Stau.

Bei vielen Autofahrten passieren Unfälle. Viele Menschen kommen jedes Jahr im Straßenverkehr durch Autos ums Leben oder erleiden Verletzungen, oft mit Langzeitfolgen. Millionen bis Milliarden Insekten verenden an den Frontscheiben und Scheinwerfern unserer Autos, unzählige Tiere werden überfahren. Viele Anwohner großer Straßen sind gestresst und zum Teil krank vom Lärm und Gestank unseres motorisierten Individualverkehrs (MIV).

Autos sind daran nicht alleine schuld. Auch Fahrradfahrer*innen brauchen Straßen oder zumindest asphaltierte Wege. Ressourcen werden auch für den Bau von Bussen und Straßenbahnen eingesetzt. Am Lärm, Gestank und den Emissionen sind sie ebenso beteiligt wie Motorräder oder Flugzeuge, die über uns kreisen, und LKWs, die unsere Waren transportieren.

Doch es gibt wenig, was dafürspricht, dass wir weiter auf das Auto mit Verbrennungsmotor als Verkehrsmittel für die Massen bzw. für die individuelle Mobilität setzen sollten oder aus Verantwortung für das Klima überhaupt dürfen. Aber es spricht vieles dagegen. Es gibt viele Argumente für eine notwendige Wende zur Nutzung anderer, umweltfreundlicherer und energieeffizienterer Verkehrsmittel und zur Überdenkung unseres Mobilitätsverhaltens. Während der MIV z.B. in Heidelberg heute der größte Emittent von CO2 im Stadtgebiet ist, können die vermehrte Nutzung von Fahrrädern, des ÖPNV und der eignen Füße für die Überwindung von Strecken eine große Entlastung der Umwelt bewirken.

Wir stellen auf den Seiten zur Mobilität viele Aspekte einer umweltbewussten Mobilität vor. Wichtig ist uns, dass nicht vergessen wird, dass Mobilität mehr ist als der Weg, den jede*r einzelne zurücklegt. Wir müssen immer auch darüber nachdenken, wie wir die Mobilität reduzieren können, die wir induzieren. Wir müssen und wollen fragen, welche Mobilität überhaupt sein muss und sinnvoll ist. Wie kann Mobilität sozial gerecht sein? Kann sie klimaneutral erfolgen und wenn ja: wie? Wie können wir eine Mobilitätswende schaffen und dabei auch all die Menschen mitnehmen, die heute nicht auf ihr Auto verzichten wollen oder können? Letzteres dürfen wir nicht unterschlagen. Nicht immer sitzen in den Autos, die uns als Fahrradfahrer*innen nerven, böse Verkehrsrowdies, die nichts besseres im Sinn haben, als durch gedankenloses Handeln unsere planetare Zukunft zu zerstören. Oft sitzen wir selber mal am Steuer eines Autos, z.B. eines CarSharing Autos, weil wir schlicht einen Weg zurücklegen müssen, der anders sehr beschwerlich oder gar nicht möglich wäre.

Wie aber können wir es schaffen, dass diese Situationen und Notwendigkeiten seltener werden? Wie können die Bewohner*innen unserer ländlichen Räume in der Rhein-Neckar-Region auch ohne Auto auskommen? Wie können ÖPNV und das Fahrrad gestärkt werden und wie Wege kürzer werden, so dass wir viele von ihnen einfach zu Fuß zurücklegen können? Und wie können wir den inzwischen riesigen Transportbedarf für unsere Güter reduzieren? Wie das Mobilitätsverhalten insgesamt verändern? Mobilität fängt im Kopf an. Manche*r schimpft zwar auf die Autofahrer*innen als Klimaverpester, fliegt dann aber selber zum angeblich wohl verdienten Abenteuerurlaub oder zur angeblichen Völkerverständigung in den mittelamerikanischen Regenwald. Während Autofahrern die Entschuldigung "ich kann nicht anders" nicht abgenommen wird, kommt sie bei der langen Flugreise mit viel höheren klimaschädlichen Emissionen fast immer zum Einsatz und durch.


Wichtig ist uns darauf hinzuweisen, wie der*die Einzelne seine*ihre Mobilität und das Mobilitätsverhalten verändern kann. Wir möchten mit verschienen Texten zur Mobilität, die in den kommenden Wochen nach und nach erscheinen werden, aber auch die Entscheider*innen aus Verwaltung und Politik in die Pflicht nehmen. U.a. wollen wir ihnen anhand von Fallbeispielen aus anderen Städten aufzeigen, wie auch bei uns in den Städten der Region andere Mobilitätsformen und Verkehrskonzepte etabliert werden könnten.  

Im Bereich der Mobilität gibt es viele spannende Fragen, die wir hier im Laufe der Zeit erörtern wollen oder auf die wir auf Delta21 immer auch mit Blick auf unsere Region hinweisen und für die wir weiterführende Seiten und Studien nennen wollen. Die Antworten - das muss vorab verraten werden - sind oft komplex. Aber auch dem müssen wir uns alle stellen: einfache Antworten auf komplexe Fragen gibt es oftmals nicht.   


Folgende Text bieten wir für das Themenfeld Mobilität:


Mobilität an Fallbeispielen neu gedacht

Umweltbewusst Auto fahren (noch in Bearbeitung)

Rund ums Rad (noch in Bearbeitung)

Mobil mit Bus und Bahn (noch in Bearbeitung)

Zu Fuß ganz umweltbewusst unterwegs (noch in Bearbeitung)

Elektro-mobil (noch in Bearbeitung)

Autonom(es) fahren (noch in Bearbeitung)

Mobiliät von Anfang an vermeiden und doch ermöglichen (noch in Bearbeitung)

 

 

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