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Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

Quelle: Bundesarbeitskreis (BAK)

Der Bundesarbeitskreis FÖJ bündelt alle Informationen zum FÖJ. Jungen Menschen im Alter zwischen 16-27 Jahren wird ein Angebot unterbreitet, für die Umwelt praktisch tätig zu sein und gleichzeitig ökologische und umweltpolitische Zusammenhänge in ihrem gesellschaftlichen Kontext besser zu verstehen. Das FÖJ ermöglicht den jungen Menschen Hilfen und Orientierung für die Ausgestaltung ihres weiteren privaten und beruflichen Lebens. Die Erfahrungen aus der praktischen Tätigkeit werden dabei mit theoretischer Wissensvermittlung in zentralen Seminaren und intensiver fachlicher und persönlicher Betreuung sinnvoll kombiniert. Die Teilnehmer erhalten (laut Landeszentrale für politische Bildung Baden Württemberg):

- Taschengeld (180 € im Monat)
- Sozialversicherung (Beiträge zur Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung)
- Unterkunft und Verpflegung(-sgeld) bzw. Fahrtkostenerstattung und Verpflegungszuschuss (bei Heimschläfern)
- Kindergeld und ggf. Waisenrente
- Urlaub (i.d.R. 26 Tage)
- 25 Seminartage.

Das FÖJ kann bei der Stiftung für Hochschulzulassung als Wartesemester angerechnet werden (Info-Flyer). Erfahrungen aus den FÖJ-Projekten werden von den Teilnehmern gebloggt.

Es dauert zwölf Monate, um das FÖJ erfolgreich abzuschließen, mindestens jedoch sechs Monate. In der Regel beginnt es am 1. August und endet am 31. Juli des Folgejahres. Das FÖJ wird von den Ländern und einzelnen Trägern finanziell unterstützt und durchgeführt. Die FÖJ-Träger sind meist gemeinnützige Jugendorganisationen von Kirchen oder Umweltschutzverbänden. Diese Träger übernehmen durch ihre staatliche Anerkennung die Auswahl der Einsatzstellen und Betreuung der Teilnehmer des FÖJ sowie die Verwaltung der staatlichen Fördergelder. Bewerbungsanträge sind erhältlich bei den FÖJ-Trägern in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Stellen stehen zur Verfügung
- in der ökologischen Land-/Forstwirtschaft und im Gartenbau
- im praktischen Arten- und Biotopschutz (z.B. Anlage und Pflege von Biotopen, Gewässern, Hecken, Streuobstwiesen)
- im technischen Umweltschutz (Wind- und Sonnenenergie, betrieblicher Umweltschutz etc.)
- bei Unternehmen
- in der Umweltbildung
- in der Verbandsarbeit und in Naturschutzgruppen
- in Naturschutzzentren
- bei öffentlichen Trägern (umweltorientierte Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltungstätigkeiten)


Zwei FÖJ-Beispiele aus der Metropolregion Rhein-Neckar:

Mannheim: Die Grüne Schule Luisenpark ist die Einrichtung für Umweltbildung im Luisenpark. Sie bietet für Kindergruppen, Schulklassen und auch Erwachsene verschiedene Veranstaltungen an, bei denen die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, die Tiere und Pflanzen des Parks kennenzulernen und hautnah zu erfahren.

Heidelberg: Der Heidelberger Zoo ist eine der wichtigsten Institutionen in den Bereichen naturkundlicher Bildung und Tier- und Artenschutz in der Region Rhein-Neckar. Seine Umweltschutzthemen der Bereiche Ökologie, Tier-, Arten- und Naturschutz sowie nachhaltigem Umgang mit erneuerbaren Energiequellen erreichen pro Jahr über 520.000 Menschen aus allen Altersstufen und unterschiedlicher sozialer Herkunft. Nur durch gutes Erscheinungsbild und gepflegte Beschilderungen können dem Zoobesucher wichtige Botschaften zum naturgerechten und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt vermittelt werden. Schwerpunkt der Stelle beinhaltet daher, Plakate für Vitrinen zu gestalten sowie Schilder zur erneuerbaren Energie, zu Tier- und Artenschutzprojekten und Tierinformationsschilder zu entwerfen. Nach der Herstellung müssen die Schilder (auch Flyer und Aushänge zum Umwelt-, Natur- und Artenschutz) an passenden Stellen angebracht und regelmäßig gepflegt werden. Eine weitere Stelle beschäftigt sich mit dem Erscheinungsbild des Parks und der Gehege. So ist die Pflege von Pflanzungen (wie Wallhecken, Duft- und Tastgarten, Trockenmauern u.a.) ebenso notwendig wie die saisonbedingte Pflege der Parkanlagen, die Betreuung der Pflanzenkläranlage und die Mitwirkung im Handwerksbereich und den Zoowerkstätten.

Freiwilliges soziales Jahr (FSJ)

Quelle: Bundesarbeitskreis FSJ

 

Der Bundesarbeitskreis FSJ bündelt die Informationen zum FSJ und bietet zurzeit über 40.000 Plätze im FSJ an. Im FSJ erhalten junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Chance, etwas für sich und andere Menschen zu tun und die Chance ihre Persönlichkeit und Kompetenzen weiterzuentwickeln, Menschen zu begegnen, Gemeinschaft zu erfahren, die Möglichkeit, unsere Gesellschaft mitzugestalten, sich beruflich zu orientieren, Berufsfelder im sozialen, sportlichen, politischen und kulturellen Bereich kennenzulernen sowie die Chance, die persönliche Eignung für einen solchen Beruf zu prüfen. Das FSJ dauert in der Regel 12 Monate und beginnt zumeist am 1. August oder am 1. September eines Jahres. Die Mindestdauer beträgt 6 Monate, die Höchstdauer 18 Monate.

Das FSJ wird ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen, insbesondere in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, einschließlich der Einrichtungen für außerschulische Jugendbildung und Einrichtungen für Jugendarbeit oder in Einrichtungen der Gesundheitspflege und kulturelle Einrichtungen (Einsatzstellen) geleistet.

Während des FSJ erhalten die Freiwilligen
- Taschengeld
- ggf. Unterkunft und Verpflegung oder Sachleistungen
- eine beitragsfreie Versicherung in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung
- für die Eltern besteht Anspruch auf Kindergeld.

Im FSJ sind die praktische Mitarbeit und Ideen vor allem in folgenden Arbeitsfeldern und Einsatzstellen gefragt:
- Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen
- Kinderheimen und -tagesstätten
- Einrichtungen für behinderte Menschen
- Krankenhäusern und Fachkliniken
- Alten- und Pflegeheimen
- Sozialdiensten
- Jugendarbeit
- Kirchengemeinden und Pfarreien
- kulturellen Einrichtungen
- Sportvereinen
- in der Jugend(verbands)arbeit
- in Einrichtungen der politischen Bildung und Interessenvertretung

Man lernt als Freiwillige/r den Alltag dieser Einrichtungen und die Arbeit mit und für Menschen näher kennen. In diesen Einrichtungen werden die Freiwilligen als Hilfskräfte zusätzlich zu den hauptberuflichen Fachkräften eingesetzt. Das FSJ ist keine berufliche Tätigkeit.

Die Träger vermitteln die Einsatzstellen an die Bewerber/-innen. Während des FSJ werden die Freiwilligen pädagogisch begleitet, u.a. durch Seminare (insgesamt mindestens 25 Tage bezogen auf ein Jahr) und Beratung oder durch Praxisbegleitung und Anleitung in der Einsatzstelle.

Adressen und Kontaktlinks zu FSJ-Trägergruppen in Baden-Württemberg (36), Hessen (34) und Rheinland-Pfalz (25).

Bundesfreiwilligendienst

Quelle: Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters (s.u.), sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren - im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz. Als Freiwillige oder Freiwilliger sammeln Sie wertvolle Lebenserfahrung. Der Bundesfreiwilligendienst soll eine neue Kultur der Freiwilligkeit in Deutschland schaffen und möglichst vielen Menschen ein Engagement für die Allgemeinheit möglich machen.

Die Einsatzbereiche des Bundesfreiwilligendienstes sind vielfältig:
- Soziales (Kinder- und Jugendhilfe, Jugendarbeit, Wohlfahrts-, Gesundheits- und Altenpflege, Behindertenhilfe)
- Umwelt- und Naturschutz
- Sport
- Integration
- Kultur- und Denkmalpflege
- Bildung
- Zivil- und Katastrophenschutz
- Forschung
- Religionsgebundene Einrichtung
- Verbandsverwaltung
- Verwaltung der Kirchen oder Verbände.

Im Bundesfreiwilligendienst kann sich jeder engagieren, der die Vollzeitschulpflicht erfüllt hat: Menschen jeden Alters nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht (je nach Bundesland mit 16, manchmal auch schon mit 15 Jahren), Männer und Frauen. Jüngere Freiwillige erwerben und vertiefen ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen, ältere Freiwillige bringen ihre eigene Lebens- und Berufserfahrung ein. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.

In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. In Ausnahmefällen kann er bis zu 24 Monate geleistet werden.

Beim Bundesfreiwilligendienst handelt es sich grundsätzlich um einen ganztägigen Dienst. Für Freiwillige über 27 Jahren ist aber auch ein Teilzeitdienst von mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich. Einsatzstellen werden von gemeinwohlorientierten Einrichtungen angeboten. Dazu zählen Mitgliedseinrichtungen der Wohlfahrtsverbände (Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland), aber auch nicht-verbandsgebundene Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kinderheime, Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Erholungsheime, Mehrgenerationenhäuser, Selbsthilfegruppen, Sportvereine, Museen, Kultureinrichtungen, Einrichtungen des Zivil- und Katastrophenschutzes, Träger ökologischer Projekte und Kommunen.

Suche nach Einsatzstellen des Bundesfreiwilligendienstes und Bewerbungsanträge.

Quelle: Diakonie Baden

Regionalbüro Nord der Freiwilligendienste im Diakonischen Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e.V.
Friedrich-Ebert-Anlage 9
69117 Heidelberg

Telefon: 0721 9349 800

E-Mail: freiwilligendienst@diakonie-baden.de

Internet: www.ran-ans-leben.de und www.diakonie-baden.de/de/helfen-spenden/fsj
Das Regionalbüro Nord kümmert sich um engagierte Menschen, die in Nordbaden ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst im Rahmen der Diakonie leisten möchten. Das Büro ist Ansprechpartner für Einsatzstellen und Einrichtungen aus der Diakonie und aus anderen sozialen Bereichen in Nordbaden, die gern Freiwillige aufnehmen möchten. Dienstleistung des Regionalbüros sind die Vermittlung von FSJ/BFD-Stellen, die Beratung von Freiwilligen und Einsatzstellen, die pädagogische Begleitung und die Unterstützung bei allen Fragen und Problemen.

 

Lesen Sie hier weiter: Bürgerschaftliches Engagement über das Internet

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