Baumwolle ist durstig

 Baumwolle ist die am häufigsten eingesetzte Naturfaser für Kleidung. Die größten Anbaugebiete für Baumwolle liegen in China, Indien, USA und Pakistan. Wie viel Wasser die Baumwollpflanze benötigt ist abhängig vom jeweiligen Klima. In Indien braucht sie zum Wachsen zwar mehr als viermal so viel Wasser als in China, aber der größte Teil wird durch Niederschläge gedeckt. Kommt das Bewässerungswasser aus Flüssen oder wird es dem Grundwasser entnommen, können nicht wieder gut zu machende Umweltschäden die Folge sein.

Auch bei der weiteren Verarbeitung der Rohbaumwolle werden große Mengen Wasser verbraucht. Durch Bleichen und Färben des Garns entstehen teilweise hochbelastete Abwässer. Für die Herstellung eines einzigen T-Shirts werden bis zu 2000 l Wasser benötigt. Laut Statistischem Bundesamt war der Wassereinsatz für alle Baumwolltextilien, die 2010 in Deutschland gekauft wurden, mehr als doppelt so hoch wie die Menge Wasser, die private Haushalte im gleichen Zeitraum zum Waschen, Kochen und Baden verbraucht haben.

In Usbekistan wurden über lange Zeit die Baumwollfelder mit dem Wasser aus den Zuflüssen des Aralsees bewässert. Dadurch ist der einst viertgrößte Binnensee der Erde innerhalb von 20 Jahren größtenteils ausgetrocknet und zur Salzwüste geworden - mit dramatischen Folgen für die dort lebenden Menschen.

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